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Die Sonderpädagogischen Kleinklassen an der Hans-Fallada-Schule:„Schule Inklusiv“
In den Sonderpädagogischen Kleinklassen - „Schule Inklusiv“ der Hans-Fallada-Schule fördern wir Kinder der 1. bis 3. Klasse mit umfassenden sozialen, schulischen und emotionalen Entwicklungsbedarfen. Unser Ziel ist es, durch intensive fachpädagogische Beziehungsarbeit und individuelle Unterstützungsangebote langfristig eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildung sowie erfolgreiche Bildungsbiografien zu ermöglichen.
In unserem multiprofessionellen Team aus Sonderpädagogik, Heilpädagogik, Sozialpädagogik und Therapie stärken wir die Kinder und entlasten das Familiensystem. Die Sonderpädagogischen Kleinklassen - „Schule inklusiv“ sind ein Kooperationsangebot im Bereich Hilfen zur Erziehung gemäß § 27 ff. SGB VIII zwischen der Hans-Fallada-Schule, der tandem BTL, dem Bezirksamt Neukölln (Jugendamt und Schulamt) und der Regionalen Schulaufsicht Neukölln. Einzugsgebiet ist Neukölln.
Weitere Ziele:
Die Schüler*innen werden in „Schule inklusiv“ begleitet und unterstützt, um nach spätestens drei Jahren in einer Grundschulklasse weiterlernen zu können. Deshalb streben wir mit unseren Schüler*innen folgende Ziele an:
- Kenntnis von individuellen Entlastungsstrategien
- höhere emotionale Stabilität
- soziale Kompetenzerweiterung in Gruppensituationen
- Aufbau positiver Kommunikationsstrukturen
- angemessener Lern- und Leistungszuwachs
Gemeinsam mit der Herkunftsschule planen wir die Reintegration der Schüler*innen in eine Grundschulklasse oder ein passendes anderes Setting und setzen diese gemeinsam um.
Das Konzept von „Schule inklusiv“
Das pädagogische Konzept basiert auf den Grundlagen des entwicklungspädagogischen Unterrichts (ETEP©), einer systemischen Arbeitsweise sowie einer inklusiven Grundhaltung. In unseren drei Kleinklassen werden jeweils sechs Schüler*innen unterrichtet und gefördert. Die pädagogische Arbeit setzen wir in multiprofessionellen Teams um: Sonderpädagog*innen, Sozialpädagog*innen und Facherzieher*innen für Inklusion und Teilhabe unterstützen die Schüler*innen in den drei Lerngruppen.
Die Eltern- und Familienarbeit ist wesentlicher Baustein des Konzeptes
Tagesablauf
Die Schüler*innen haben am Vormittag bis zu fünf Stunden binnendifferenzierten Unterricht, anschließend Mittagessen und gebundene Freizeit mit den gleichen Bezugspersonen inklusive Einzel- und Gruppenförderung.
Voraussetzungen für die Aufnahme
In den Sonderpädagogischen Kleinklassen werden Schüler*innen der Schulanfangsphase (1/2) aufgenommen. Weitere Voraussetzungen:
- Die Schüler*innen wohnen in Neukölln.
- Die Schüler*innen haben den Förderschwerpunkt „emotionale-soziale Entwicklung“ oder haben diesen beim SIBUZ beantragt.
- Die schulischen pädagogischen Maßnahmen in der Herkunftsschule sind ausgeschöpft oder werden bei Aufnahme in die 1. Klasse von den beteiligten Fachkräften als nicht ausreichend eingeschätzt.
- Den Schüler*innen wurde §35a (KJPD) oder §99 SGB VIII (KJGD) zugesprochen.
- Das Jugendamt befürwortet und finanziert die Maßnahme.
- Die Erziehungsberechtigten sind bereit zu einer intensiven Zusammenarbeit.
- Eine Diagnostik wird empfohlen, um adäquat auf die Bedarfe eingehen zu können.
Die Förderung kann je nach Aufnahmezeitpunkt über bis zu drei Schuljahre erfolgen.
Finanzierung:
Die Sonderpädagogischen Kleinklassen an der Hans-Fallada-Schule „Schule inklusiv“ werden im Rahmen der Hilfen zur Erziehung an Schulen finanziert. Gemeinsam mit dem Jugendamt, der Schule und den Eltern wird die Hilfe zur Erziehung (SGB VIII, § 27.2) beantragt und begleitet.
